Logo: Kultursekretariat NRW Gütersloh - zur Startseite

„Sinfonia mediterranea“ Chordofonia - Kammerorchester für Zupfmusik

Programm

Pietro Mascagni (1863 – 1945) - „Le Maschere“ / Sinfonia (arr. Ugo Bottacchiari)
Ugo Bottacchiari (1879 – 1944) - Alla Città di Genova (Sinfonia in 4 tempi): 
    I. Largo Patetico II. Allegro non troppo III. Andantino mosso IV. Allegro con brio
Joaquín Turina (1882-1949) - La oración del Torero op. 34

Pause

Ennio Morricone (1928-2020) - Serenata passacaglia
Maurice Ravel (1875-1937) - aus: Le Tombeau de Couperin (arr. Chordofonia):
    I. Prélude III. Forlane VI. Toccata
Yasuo Kuwahara (1946-2003) - Novemberfest
Raffaele Calace (1863-1934) - Tarantella


Das Programm „Sinfonia mediterranea“ des Kammerorchesters Chordofonia versammelt romantische und impressionistische Musik des Mittelmeerraums auf neapolitanischen Mandolinen, Mandola, Liuto cantabile, Konzertgitarren und Gitarrenbass.

Pietro Mascagnis Welterfolg „Cavalleria Rusticana“ ist eine von zahlreichen Opern, die der Komponist hinterlassen hat. Die spritzige Ouvertüre (Sinfonia) seiner Oper „Le Maschere“ bringt Chordofonia in einer Bearbeitung seines Schülers Ugo Bottacchiari zu Gehör.

Bottacchiari war selbst ein Meister der italienischen Spätromantik und hinterließ die umfangreiche originale Symphonie „Alla Città di Genova“ in 4 Sätzen, in der alle Leidenschaften von intimer Zärtlichkeit über humorvolle Leichtigkeit bis zum symphonischem Fortissimo auftauchen.

Joaquín Turinas „La Oracion del Torero“ ist ein Originalwerk für ein Ensemble von Bandurrias, wie die „spanische Mandoline" genannt wird. Es verbindet Triumph und Zweifel des Toreros in der Stierkampfarena. Turina, der das Werk ebenfalls für Streichquartett arrangierte, verstand es meisterlich, die spanische Volksmusik mit der Sprache der Spätromantik und des Impressionismus' zu einem stimmungsvollen Klangpoem zu verbinden.

Den zweiten Teil des Programms eröffnet Ennio Morricones „Serenata passacaglia", eine atmosphärische Originalkomposition des weltberühmten (Filmmusik-)Komponisten.

Chordofonia präsentiert Maurice Ravels Meisterwerk „Le Tombeau de Couperin“ in einer feinsinnigen Bearbeitung in ausgewählten Sätzen, die die flirrende barocke und impressionistische Atmosphäre virtuos auf die Instrumente bringt.

Raffaele Calace, neapolitanischer Mandolinenmeister der mediterranen Spätromantik, reiste in den 1920er Jahren nach Japan, um dort vor dem Kaiser zu spielen und eine Mandolinentradition zu etablieren, die bis heute ununterbrochen in Japan anhält. Das virtuose „Novemberfest" des Japaners Yasuo Kuwahara ist originäres Zeugnis dieses kulturellen Impulses und strotzt vor aufregenden Rhythmen, ungewöhnlichen Spezialeffekten und virtuosen Passagen.

Zum Abschluss ist eine feurige Tarantella von Raffaele Calace selbst zu hören, die das Publikum immer wieder mitreißt.

Foto: Cintia Barroso

Beteiligte Städte

Zurück nach oben