Mit dem kommenden Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder ab 2026 gewinnt die Kulturelle Bildung im Offenen Ganztag zunehmend an Bedeutung. Um zu erproben, wie das Kulturstrolche-Projekt unter den Rahmenbedingungen des Ganztags gelingen kann, läuft seit dem Schuljahr 2025/2026 eine dreijährige Pilotphase in den Mitgliedsstädten Brilon, Gronau, Meschede und Paderborn.
Sechs OGS-Gruppen nehmen dabei an zwei Kulturstrolche-Angeboten pro Schuljahr teil. Begleitet wird die Pilotphase durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh, das die Erfahrungen der Beteiligten kontinuierlich auswertet. Ob eine Förderung über die Pilotphase hinaus möglich sein wird, wird nach Abschluss der Evaluation entschieden.
Zum Ende des ersten Schuljahres der Pilotphase fanden Reflexionsgespräche mit den Kulturstrolche-Projektleitungen der beteiligten Städte sowie den Ansprechpersonen der OGS-Gruppen statt. Im Mittelpunkt standen vor allem organisatorische Fragen: Welche Absprachen mit Schulen, Eltern, Künstler*innen und nicht zuletzt auch Busunternehmen sind erforderlich, um Kulturstrolche-Angebote erfolgreich im Ganztag umzusetzen? Die Gespräche haben gezeigt, dass einige Anpassungen der regulären Abläufe zwar notwendig, aber durchaus möglich sind.
Auch inhaltlich fällt die erste Bilanz positiv aus: Besonders gefragt waren Angebote aus den Sparten Kunst, Theater und Musik. In einigen OGS-Gruppen konnten zudem erste Anknüpfungspunkte für den pädagogischen Alltag beobachtet werden: Einzelne Formate und Methoden wurden nach den Kulturstrolche-Angeboten erneut aufgegriffen und mit den Kindern weitergeführt. Die teilnehmenden Kinder und auch die erwachsenen Projektbeteiligten freuen sich bereits jetzt auf die nächsten Kulturstrolche-Erlebnisse.