Kultursekretariat NRW Gütersloh

Stadtbesetzung

Das Projekt „Stadtbesetzung“ bringt Urban Art direkt in die teilnehmenden Städte, unmittelbar hin zu den Menschen. Bei jeder Auflage realisieren die Teilnehmer*innen öffentliche Kunstaktionen zu einem ausgewählten Thema – von Performances über Klanginstallationen bis hin zu Künstler*innen-WGs.

Unter den Begriff der „Urban Art“ wird zeitgenössische Kunst im öffentlichen städtischen Raum gefasst, die sich überwiegend unautorisiert in vielfältiger Ausdrucksweise vor allem mit dem Stadtraum und dem urbanen Leben auseinandersetzt – die Bedingungen hinterfragt, denen sie unterworfen sind, und im besten Fall Diskurse darüber anregt, indem sie verschönert, unterhält, stört, überrascht oder irritiert.

Mit dem Förderangebot möchte das Kultursekretariat NRW Gütersloh seine langjährige Auseinandersetzung mit der Kunst im öffentlichen Raum um eine aktuelle Perspektive erweitern und die kulturpolitische und wissenschaftliche Betrachtung ebendieser Kunst stärken. Das Projekt soll eine Plattform schaffen, auf der die Arbeitsweisen, die die Urban Art auszeichnen, die Fragen, die sie stellt, und die Ergebnisse, die sie liefert, sichtbar werden.

Foto: „Bodies in urban spaces“, Cie. Willi Dorner, Bergkamen, 2017, Foto Marc Oliver Knappmann

Projektaufruf 2022
Bildband 2017-2018
www.stadtbesetzung.de
www.facebook.com/stadtbesetzung.de/

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Projektaufruf 2022

Mit dem Thema „SCHMETTERLINGSEFFEKT“ schließt die Stadtbesetzung 2022 an das Thema „UMDENKEN. Klimawandel <> Kulturwandel“ aus dem vorangegangenen Jahr an. 

Unter diesem Oberthema soll ein offener Rahmen gegeben werden, der künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum ermöglicht, um den Stadtraum in diesem Kontext neu zu befragen, Impulse zum Reflektieren, Erlebbarmachen und zum unmittelbaren Austausch mit dem Publikum zu geben.

Vor dem Hintergrund großer Zukunftsthemen und Transformationsprozesse kann die Kunst offene Laborsituationen schaffen, im Rahmen derer Fragen der Nachhaltigkeit einer künstlerischen Betrachtung unterzogen werden. Bei aller Unberechenbarkeit birgt der Schmetterlingseffekt die Chance, auch mit kleinen Impulsen eine neue Dynamik zu erzeugen, die Großes bewegt. Im Rahmen der Stadtbesetzung 2022 können Kunstprojekte im öffentlichen Raum der Frage nachgehen, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen. Das zentrale Element ist dabei die kreative Aneignung des öffentlichen Raums und die Anregung zur Interaktion mit dem Publikum.

Es können sich neue Wahlverwandtschaften mit anderen Bereichen in der Stadt entwickeln (z.B. kommunale Umweltämter, Vereine, Naturschutzverbänden, Stadtentwicklung), die zur Erweiterung und Verstetigung der durch künstlerische Impulse angeregten Diskurse dienen.

Die zu entwickelnden Projekte können sich bewegen in den Bereichen:

  • Performance
  • temporäre Kunst im öffentlichen Raum
  • Public Art /partizipative Formate/ Künstlerische Dialog- und Diskursräume
  • multimediale oder experimentelle Kunst
  • spartenübergreifende Projekte
  • Landart – Urban Art

Sie könnten Themenfelder behandeln wie:

  • Klima
  • Nachhaltigkeit
  • Zukunftsutopien/ -dystopien
  • Natur - Mensch
  • Steigerung versus Ankunft
  • Recycling – Upcycling

 

MITGLIEDSSTÄDTE GESUCHT!

Wir suchen Städte, die sich an „Stadtbesetzung“ im Jahr 2022 beteiligen möchten.

Wer kann an den Stadtbesetzungs-Projekten teilnehmen?
Die Projekte richten sich an alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. „Stadtbesetzung“ versteht sich dabei prozesshaft und partizipativ, d.h., es gibt keine Unterteilung in Rezipient*innen/Publikum und Künstler*innen, beide können zu Akteur*innen werden. Bewerben können sich öffentliche und private Träger aus allen Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh. 

Was kann gefördert werden?
Kunstprojekte in den Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh, die einen erkennbaren Bezug zum Thema der Stadtbesetzung 2022 haben und von der Jury ausgewählt wurden, können mit einem Festbetrag in Höhe von max. 3.750 € gefördert werden. Ein Eigenanteil ist erforderlich (bei kommunalen Projektträgern 20%, bei nicht-kommunalen Projektträgern 10% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.) Investitionen sind nicht förderfähig.

Wie kann man sich bewerben?
Reichen Sie die Online-Bewerbung für Ihre Stadtbesetzungs-Projekt bis zum 21. Januar 2022 über das entsprechende Online-Formular ein. Klicken Sie dafür auf den untenstehenden Button.

Wie und bis wann werden die Bewerber ausgewählt?
Die Bewerbungen werden vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Verein Wasserschloss Reelkirchen (Projektleitung Stadtbesetzung) gesichtet. [Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als zu realisieren sind, wird eine Auswahl stattfinden müssen. Entscheidend ist dann vor allem die künstlerische Qualität der Beiträge, aber es wird auch darum gehen, ein stimmiges und vielseitiges Gesamtprojekt zu konzeptionieren.] Sie erhalten Ende Januar eine Rückmeldung, ob für das vorgeschlagene Projekt Fördermittel beantragt werden können.