Kultursekretariat NRW Gütersloh

Stadtbesetzung

Das Projekt „Stadtbesetzung“ bringt Urban Art direkt in die teilnehmenden Städte, unmittelbar hin zu den Menschen. Bei jeder Auflage realisieren die Teilnehmer öffentliche Kunstaktionen zu einem ausgewählten Thema – von Performances über Klanginstallationen bis hin zu Künstler-WGs.

Unter den Begriff der „Urban Art“ wird zeitgenössische Kunst im öffentlichen städtischen Raum gefasst, die sich überwiegend unautorisiert in vielfältiger Ausdrucksweise vor allem mit dem Stadtraum und dem urbanen Leben auseinandersetzt – die Bedingungen hinterfragt, denen sie unterworfen sind, und im besten Fall Diskurse darüber anregt, indem sie verschönert, unterhält, stört, überrascht oder irritiert.

Mit dem Förderangebot möchte das Kultursekretariat NRW Gütersloh seine langjährige Auseinandersetzung mit der Kunst im öffentlichen Raum um eine aktuelle Perspektive erweitern und die kulturpolitische und wissenschaftliche Betrachtung ebendieser Kunst stärken. Das Projekt soll eine Plattform schaffen, auf der die Arbeitsweisen, die die Urban Art auszeichnen, die Fragen, die sie stellt, und die Ergebnisse, die sie liefert, sichtbar werden.

Foto: „Bodies in urban spaces“, Cie. Willi Dorner, Bergkamen, 2017, Foto Marc Oliver Knappmann

Projektaufruf 2021
Bildband 2017-2018
www.stadtbesetzung.de
www.facebook.com/stadtbesetzung.de/

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Projektaufruf 2021

2021 steht das Projekt unter dem Thema „UMDENKEN. Klimawandel <> Kulturwandel“. Unter diesem Oberthema soll ein offener Rahmen gegeben werden, der künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum ermöglicht, um den Stadtraum in diesem Kontext neu zu befragen, Impulse zum Reflektieren, Erlebbarmachen und zum unmittelbaren Austausch mit dem Publikum zu geben.

Lokal, regional und global ist ein Umdenken und ein grundlegender Haltungswechsel im gemeinschaftlichen Handeln und Interagieren erforderlich, um eine globale noch Klimakatastrophe abzuwenden. Die künstlerische Befragung der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt, dem Spannungsfeld zwischen globalen und lokalen Dimensionen sowie Möglichkeiten von nachhaltigen Transformationsprozessen kann im Fokus der Projekte stehen. Es können Ausdrucksformen oder ästhetische Mittel eines Haltungswechsels untersucht werden oder künstlerische Versuchsanordnungen zu Zukunftsfragen entstehen.

Das zentrale Element der Stadtbesetzung ist die kreative Aneignung des öffentlichen Raums und die Anregung zur Interaktion mit dem Publikum.

Es können sich Kollaborationen mit anderen Bereichen in der Stadt (z.B. kommunale Umweltämter, Vereine, Naturschutzverbände) entwickeln, die zur Erweiterung und Verstetigung der durch künstlerische Impulse angeregten Diskurse dienen.

Die zu entwickelnden Projekte können sich bewegen in den Bereichen:

  • Performance
  • temporäre Kunst im öffentlichen Raum
  • Public Art /partizipative Formate/ Künstlerische Dialog- und Diskursräume
  • multimediale oder experimentelle Kunst
  • spartenübergreifende Projekte
  • Landart – Urban Art

Sie könnten Themenfelder behandeln wie:

  • Klima
  • Nachhaltigkeit
  • Zukunftsutopien/ -dystopien
  • Natur - Mensch
  • Steigerung versus Ankunft
  • Recycling – Upcycling

 

MITGLIEDSSTÄDTE GESUCHT!

Wir suchen Städte, die sich an „Stadtbesetzung“ im Jahr 2021 beteiligen möchten.

Wer kann an den Stadtbesetzungs-Projekten teilnehmen?
Die Projekte richten sich an alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. „Stadtbesetzung“ versteht sich dabei prozesshaft und partizipativ, d.h., es gibt keine Unterteilung in Rezipient*innen/Publikum und Künstler*innen, beide können zu Akteur*innen werden. Bewerben können sich öffentliche und private Träger aus allen Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh. 

Wie kann man sich bewerben?
1. Senden Sie Ihre formlose Interessensbekundung per Mail bis zum 27. November 2020 an das Kultursekretariat NRW Gütersloh: kontakt(at)kultursekretariat.de.
2. Im Anschluss an die oben genannte Frist erfolgt eine Aufforderung zur Abgabe einer Online-Bewerbung inklusive einer detaillierten Projektplanung und eines Finanzierungsplans.

Wie und bis wann werden die Bewerber ausgewählt?
Die Bewerbungen werden vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Verein Wasserschloss Reelkirchen (Projektleitung Stadtbesetzung) gesichtet. [Sollten mehr Anträge eingehen, als zu realisieren sind, wird eine Auswahl stattfinden müssen. Entscheidend ist dann vor allem die künstlerische Qualität der Beiträge, aber es wird auch darum gehen, ein stimmiges und vielseitiges Gesamtprojekt zu konzeptionieren.] Sie erhalten im Januar eine Rückmeldung, ob für das vorgeschlagene Projekt Fördermittel beantragt werden können.

Wo finde ich weitere Informationen?
Weitere Informationen finden Sie hier: www.stadtbesetzung.de
oder im telefonischen Gespräch mit uns.

Ansprechpartner
Antje Nöhren | Geschäftsführerin
Kultursekretariat NRW Gütersloh
Kirchstraße 21 ∙ 33330 Gütersloh
Tel.: 05241 16191 ∙ Fax: 05241 12775
kontakt(at)kultursekretariat.de