Themen junger Menschen wurden im „Eckpunkt – dein Kinder- und Jugendbüro“ für die Stadtgesellschaft digital sichtbar gemacht.
Das Projekt „Zukunftsresonanz — Wie fest fühlst du?“ machte die Anliegen der Jugendlichen in Witten im zeitlichen Rahmen der Kommunalwahlen sichtbar und gab ihnen die Möglichkeit, ihre Meinungen zu aktuellen politischen Themen auszudrücken. Auch Kinder und Jugendliche, die noch nicht wählen durften, kamen dadurch zu Wort
Das Projekt bestand aus fünf Projektphasen. Zunächst entwickelten die Teilnehmenden zwischen 10 und 27 Jahren gemeinsam mit den Künstlerinnen Carina Hommel und Julie Stamm im Rahmen eines Workshops die Fragen, die dem Projekt zugrunde gelegt wurden.
- Wie sicher fühlst du dich in der Stadt?
- Wie stark fühlst du dich ernst genommen?
- Wie schwer glaubst du, ist es ohne deutschen Ausweis in Deutschland zu leben?
- Wie oft hast du erlebt, dass jemand unfair behandelt wurde wegen seiner Hautfarbe, Herkunft, Religion, usw.
- Wie sehr fehlen dir Orte, um ungestört mit Freunden zu sein?
Diese Fragen konnten anschließend von Ende Juli bis Anfang August in Kinder- und Jugendbüro Eckpunkt und bei einer Veranstaltung in der Werkstadt Witten mithilfe des BlueBallSensors – eines interaktiven Drucksensors –beantwortet werden. Die Daten wurden anschließend anonym ausgewertet und aus den Antworten der Teilnehmer*innen entstanden in einem Stop-Motion-Workshop kurze Filme, die die Fragen aus der Perspektive der Teilnehmenden visualisierten.
Zuletzt verarbeiteten Carina Hommel und Julie Stamm die erhobenen Daten in künstlerische Visualisierungen. Gemeinsam mit den vorher produzierten Stop-Motion-Videos wurden diese zwei Wochen vor der Kommunalwahl auf die Schaufenster des Kinder- und Jugendbüros projiziert und machten so die Anliegen der jungen Generation sichtbar.
Insgesamt haben ca. 97 junge Menschen an dem Projekt teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass sich viele Kinder und Jugendliche unsicher fühlen, sich nicht ausreichend ernst genommen sehen, häufig Diskriminierung wahrnehmen und sich mehr geschützte Aufenthaltsorte für sich und ihre Freunde wünschen.
Durch das Projekt konnten Kinder und Jugendliche einen interaktiven und niederschwelligen Zugang zum politischen Diskurs im öffentlichen Raum ermöglicht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Arbeit des Kinder- und Jugendbüros ein.
Fotos: Petra Linden
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Petra Linden
Petra.linden[at]stadt-witten.de
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