Kultursekretariat NRW Gütersloh

Podcast #sprechzeit.kultur
O-Töne zur Kultur aus Ibbenbüren

Das #nrwzeigtkultur-Projekt in Ibbenbüren

 

Ungewöhnliche Blicke hinter die Kulissen – das bietet der Podcast #sprechzeit.kultur aus Ibbenbüren. Die einzelnen, etwa 30-minütigen Folgen erzählen Geschichten, die auf Unbekanntes und Verstecktes aufmerksam machen. Sie lassen Menschen der Ibbenbürener Kulturszene zu Wort kommen und stellen in loser Reihenfolge seit Dezember 2020 Kultureinrichtungen und Initiativen der zweitgrößten Stadt im Kreis Steinfurt vor.

 

Die Geburtsstunde der Podcast-Reihe geht auf die Initiative von Dagmar Schnittker, Leiterin der Stadtbücherei, Peter Nagy, Musikschulleiter, Carsten Amelingmeyer, Kulturmanager der Stadt, und Martin Löcherbach vom Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück zurück. „Uns war es besonders wichtig, den Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken, indem wir im Podcast die Personen und Einrichtungen in den Vordergrund stellen. Wir wollen mit der Kultur im Redefluss sein und vor allem auch bleiben“, berichtet Dagmar Schnittker. Ibbenbüren stecke voller Kultur. Das dürfe coronabedingt keinesfalls unter den Tisch fallen, betont die Stadtbücherei-Leiterin.

Neues Medium „Kulturpodcast“

Nachdem sich die drei Einrichtungen der Sparten Musik, Literatur, Theater und Kultur des Kulturhauses gemeinsam für das ihnen bisher unbekannte Medium „Kulturpodcast“ entschieden hatten, beteiligten sie sich damit beim Projektaufruf des Kultursekretariats NRW Gütersloh. Es fördert seit 2020 mit #nrwzeigtkultur Projekte, die „neue digitale Wege beschreiten“. Grundsätzlich ist das Team für dieses Projekt technisch gut aufgestellt, denn die notwendige Ton- und Aufnahmetechnik ist im Makerspace der Stadtbücherei und in der Musikschule vorhanden.

„Bei den Überlegungen zur Umsetzung der Podcast-Sendungen ging es jedoch nicht nur um technische Details,“ erzählt Dagmar Schnittker. „Wir haben uns auch darüber Gedanken gemacht, wie wir über den bereits vorhandenen Kulturstammtisch der Ibbenbürener Szene hinaus alle Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Institutionen partizipativ beteiligen können.“ Daraufhin folgte ein Auftaktworkshop, bei dem es um die Namensfindung und die Ideensammlung von Beiträgen ging. Hier sei dann auch der organisatorische Rahmen geplant und die Zielgruppe der kulturinteressierten Frauen und Männer zwischen 30 und 55 Jahren festgelegt worden.

Ziele und nächste Schritte

Inhaltlich stellen die einzelnen Podcast-Folgen die Kulturarbeit in Ibbenbüren vor. Ziel ist es, die Hörer*innen des Podcasts als treue Nutzer*innen der kulturellen Angebote der Stadt und Umgebung zu halten beziehungsweise auch neue dazuzugewinnen. Hierfür war es besonders wichtig, ein ansprechendes Logo zu entwickeln, den passenden Podcast-Kanal zum Hochladen zu finden, das Projekt fotografisch und filmisch zu dokumentieren und mit entsprechender Pressearbeit zu begleiten. Zu bedenken waren dabei auch Gebühren wie die Künstlersozialabgabe oder die GEMA.

Startschuss im Dezember 2020

Gestartet ist #sprechzeit.kultur schließlich im Dezember 2020 mit der Veröffentlichung der ersten Folge – einem Gespräch mit der Filmemacherin Katrin Gebbe, die in Hörstel geboren und in Ibbenbüren zur Schule gegangen ist. Die inzwischen preisgekrönte Filmemacherin berichtet darüber, wie das Filmgeschäft funktioniert und wie sie ihren beruflichen Weg gefunden hat.

„Es lebe das Kino!“, so lautet Folge 2, in der die engagierte Apollo-Kino-Leiterin Vera Mascarin die Hörer*innen in die Welt der großen Leinwand entführt. Zum Zeitpunkt der Podcast-Erstellung durfte das Ibbenbürener Apollo-Kino im Gegensatz zu den Wochen und Monaten danach noch Besucher*innen empfangen. Gerade deshalb dokumentieren die kurzweiligen Erzählungen Mascarins, wie sehr das Kino und andere Kultureinrichtungen das Leben der Menschen bereichern.

Colette Droux vom France-Treff e. V. stellt in Folge 3 den 2012 gegründeten Verein vor. Er fördert die französische Sprache und Kultur und die Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen. Was viele vielleicht zuvor gar nicht wussten: In Ibbenbüren pflegen über 80 Mitglieder des France-Treff die deutsch-französische Freundschaft und erweitern die interkulturellen Angebote der Stadt durch Vorträge, Lesungen und Ausstellungen.

Gefolgt von weiteren Folgen

Der besondere Ort „Stadtbücherei Ibbenbüren“ ist das Thema der vierten Podcast-Folge. Stadtbücherei-Leiterin Dagmar Schnittker erzählt, dass die Stadtbücherei sogar Strommessgeräte verleihe und 3D-Drucker, Plotter, Robotik-Tools und andere technische Geräte bereithalte. Als Ort, an dem Kultur und Bildung aktiv gelebt werden, ist die Stadtbücherei sozialer Treffpunkt und Lernort für Kinder und Erwachsene sowie Schüler*innen und Studierende.

Musikschulleiter Peter Nagy erläutert in Folge 5, wie die Städtische Musikschule Ibbenbüren – Hörstel – Recke mit den Herausforderungen der Corona-Krise kreativ und zupackend umgeht. Der Podcast spiegelt wider, dass die städtische Einrichtung ganz besonders zur musikalisch-kulturellen Vielfalt in Stadt und Region beiträgt.

Charmant präsentiert Geschäftsführerin Ute Stöttner in der sechsten Podcast-Folge das Quasi So Theater in der Ibbenbürener Schauburg. Sie macht hör- und erfahrbar, wie die Ensembles des Quasi So Theaters seit Jahren das Publikum begeistern. Ihr Bericht verdeutlicht, dass der 600 Mitglieder umfassende Verein die Ibbenbürener Kulturszene mit der professionell ausgestatteten Spielstätte in vielfacher Hinsicht aufwertet.

Die Macher*innen

Die Podcast-Folgen wurden produziert von Dagmar Schnittker und Peter Nagy (Idee), Martin Löcherbach (Sprecher und Redaktion) und Jan Elster (Musik und Mastering). Die Stadtbücherei Ibbenbüren zeigt sich für das Impressum und den Datenschutz verantwortlich. „Langfristig planen wir nach dieser ersten Staffel von sechs Folgen, #sprechzeit.kultur weitzuführen“, erläutert Dagmar Schnittker. „Hierfür haben wir gerade eine Förderzusage der Kreissparkasse Steinfurt bekommen.“

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Weitere Informationen:

Stadtbücherei Ibbenbüren
Podcast