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  • An einem Tisch sitzen drei Personen, davon zwei Jugendliche und ein Erwachsener. Das Foto fängt die Gruppe in Bewegung ein, wie der Erwachsene gerade am rappen ist. Auch die Jugendlichen sind vertieft in die Arbeit an den vor ihnen liegenden Musiktexten.

(D)ein Ding: Deine Luise rockt

Gronau

Von Carla Waldikowski

 „Wir alle hier sind eins, voller Zuversicht“— Mit dieser Philosophie startete das vierwöchige (D)ein Ding-Projekt „Deine Luise rockt“ im Jugendzentrum Luise in Gronau. In Begleitung des Workshop-Dozenten Dennis Buss probierten sich die Jugendlichen an der Methode des Songwritings und haben die Möglichkeit, ihren selbstgeschriebenen Song zukünftig auf dem Jugendhilfeausschuss der Stadt vorzustellen. 

 

  • Kunstsparte: Musik
  • Alter der Teilnehmenden: 14 bis 18 Jahre
  • Zeitlicher Umfang: 12. September bis 15. Oktober 2024
  • Initiiert von: Jugendamt Gronau
  • Kooperationspartner*innen: Kinder- und Jugendzentrum Luise in Gronau; Dennis Buss (Workshop-Dozent und Musiker)

     

Ideen für den eigenen Song

Im September 2024 fand im Jugendzentrum Luise das erste Treffen der Projektgruppe statt. Die Beteiligten lernten sich zunächst gegenseitig kennen.

Anschließend sammelten die Jugendlichen in dem geschützten Raum des Jugendzentrums nach möglichen Inhalten für ihren Song –schnell wurde klar, dass die Themen Ausgrenzung und Mobbing die Gruppe beschäftigten und sie sich mit diesen Themen am Meisten identifizieren konnte. So entstand der Wunsch, ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Haltungen diesbezüglich in den Song einfließen zu lassen — ganz im Sinne der Philosophie des Jugendzentrums „Wir alle hier sind eins, voller Zuversicht“.

 

Die Luise: Ein geschützter Raum 

Das Jugendzentrum Luise ist mit seinen offenen Treffs, regelmäßigen Aktivitäten und Veranstaltungen ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche in Gronau. 

Da den Teilnehmer*innen das Jugendzentrum bereits vertraut war, fiel es den Jugendlichen leicht, sich zu öffnen, ihre eigenen Anliegen zu formulieren, Konflikte demokratisch auszuhandeln und realisierbare Lösungen zu finden. 

Das Jugendzentrum bewährte sich außerdem als Ort, da ein großer Teil des benötigten Equipments zur Aufnahme eines eigenen Songs bereits vorhanden war und für das Projekt genutzt werden konnte. Ein mobiles Tonstudio wurde vom Workshop-Dozenten Dennis Buss zur Verfügung gestellt. 

 

Von der Idee zum eigenen Musikvideo

Gemeinsam mit dem Musiker Dennis Buss arbeiteten die Jugendlichen innerhalb der nächsten Wochen an ihren selbstgeschriebenen Texten. Im Laufe des Projekts konnten sie ihre Texte zu rhythmischen Melodien üben und sich in Sachen Intonation und Aussprache ausprobieren. Mithilfe eines mobilen Tonstudios nahmen die Teilnehmer*innen die erarbeiteten Texte schließlich auf. Die so entstandenen Songfragmente wurden anschließend von Dennis Buss professionell abgemischt und zu einem vollständigen Song zusammengeschnitten. 

Der gesamte Entstehungsprozess wurde anhand von Fotos dokumentiert. Hinterlegt mit dem eigenen Song der Jugendlichen, entstand aus diesem Material schließlich das finale Musikvideo. 

 

Musik schafft Verbindung 

Auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe stärkte sich im Laufe des Entstehungsprozesses. Alle Teilnehmer*innen ließen sich schnell auf die angebotenen Methoden des Songwritings ein und arbeiteten mit viel Begeisterung an eigenen Texten zu den ausgewählten Themen. So wuchsen die Teilnehmer*innen während des Projektes als enge Gruppe zusammen. 

 

Eine Message wird verbreitet 

Nachdem die Teilnehmer*innen über einen längeren Zeitraum an der Fertigstellung ihres Musikvideos gearbeitet haben, wurde die Projektgruppe eingeladen, das Video in einer künftigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu präsentieren.

So können die kreative Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Themen Ausgrenzung und Mobbing nach außen getragen werden und potenziell bei den politischen Entscheidungsträger*innen in Gronau Gehör finden. 

 

Kontaktdaten:

Jugendzentrum Luise, Stadt Gronau
Simone Engels-Stelzer
luise[at]jz-gronau.de 


 

Fotos von: T. Kloep

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