Am 7. Oktober 2026 fand im Stadtmuseum Gütersloh das Kulturstrolche-Praxistreffen unter dem Titel „Kulturstrolche positionieren – Profil, Haltung und Argumente für die Zukunft“ statt. Insgesamt nahmen 19 Personen aus verschiedenen Kulturstrolche-Kommunen sowie Kulturakteur*innen und Mitarbeitende des Kultursekretariat NRW Gütersloh teil.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie die Kulturstrolche als Programm kultureller Bildung weiterentwickelt, qualitativ gestärkt und im kommunalen und schulischen Umfeld gut vermittelt werden können. Zum Auftakt tauschten sich die Projektleitungen über aktuelle Herausforderungen aus und erhielten Einblick in die Kulturstrolche-Aktivitäten der Sitzstadt Gütersloh durch Projektleitung Karin Hauertmann. Anschließend wurde anhand eines anschaulichen Praxisimpulses des Stadtmuseums Gütersloh (Einblick in den Projektvormittag „Stadtgeschichte und Stadtentwicklung“ mit Dr. Franz Jungbluth und Andreas Ellefred) gemeinsam reflektiert, was ein gutes Kulturstrolche-Angebot ausmacht. In diesem Kontext wurde auch der 2022 entwickelte Qualitätsleitfaden als Arbeitshilfe vorgestellt. Ein weiterer Praxisimpuls der Künstlerin Kathrin Wolters mit dem Kulturstrolche-Angebot „Lehmgau“ ergänzte den Austausch um eine künstlerisch-praktische Perspektive.
Zum Abschluss ging es in der Transferwerkstatt um konkrete Argumentationshilfen für die Praxis. Dabei wurde deutlich: Kulturstrolche schaffen durch „Unterricht zum Anfassen“ nachhaltig Zugänge zu Kultur, stärken Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt und eröffnen zugleich Kultureinrichtungen die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen und langfristige Kooperationen mit den Schulen der jeweiligen Kommune aufzubauen.
Ein weiteres Praxistreffen findet am 18. November im Rathaus Duisburg statt, u.a. wird der „HEY DU! Unser Kulturstadtplan“ vorgestellt.