Kultursekretariat NRW Gütersloh

„Die Kinder“ Hamburger Kammerspiele

Am 26. April 2020 jährte sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 34. Mal – und die Gefahr eines Super-Gaus ist seither nicht gesunken. Diese allgegenwärtige Bedrohung thematisiert die Autorin Lucy Kirkwood in „Die Kinder“, was ohne Übertreibung als Stück der Stunde gelten darf.

Ein Erdbeben samt Flutwelle hat in einem Atomkraftwerk an einer europäischen Küste zum Super-GAU geführt. Das Rentner-Ehepaar Hazel und Robin hat den Reaktor damals mit aufgebaut und lebt nun seit der Katastrophe in einer provisorischen Behausung nahe der Sperrzone. Dort steht plötzlich Rose vor ihrer Tür, eine einstige Freundin und Kollegin, zu der sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatten.

Sofort wittert Hazel Gefahr, denn Robin und Rose hatten mal eine Affäre. Doch Rose ist nicht gekommen, um alte Liebschaften aufzuwärmen: Sie will sich ihrer Verantwortung als Nuklearwissenschaftlerin stellen und schlägt Hazel und Robin einen Plan vor, der bei den beiden auf Entsetzen stößt.

„Die Kinder“ ist ein intensives Kammerspiel, das sich – in Echtzeit und auf beengtem Raum – zu einem packenden Thriller weitet. Schuldgefühle treffen auf Egoismus, technische Errungenschaften auf ökologisches Bewusstsein. Und über allem stehen die Fragen: Welche Verpflichtung haben wir gegenüber unseren Kindern? Und was wollen wir ihnen hinterlassen?

Pressestimmen

„Ein zutiefst beunruhigendes Stück, im dem es nicht bloß um Kernenergie geht, sondern ganz grundsätzlich um den hohen Preis, den wir in der Zukunft für unseren gegenwärtigen Wohlstand zahlen.“ (The Guardian)

„Mit DIE KINDER bestätigt die 36-jährige Lucy Kirkwood endgültig, dass sie zu den aufregendsten Autorinnen der Gegenwart gehört.“ (The Independent)

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