Kultursekretariat NRW Gütersloh

„Planet Eden“ Marc Schnittger

Eine Groteske mit Puppen über das Gemälde „Der Garten Eden“ von Hieronymus Bosch.

„Ich sehe die Zeit kommen, wo Gott keine Freude mehr an der Welt hat und er abermals alles zusammenschlagen muss zu einer verjüngten Schöpfung.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Der Teufel steckt in Schwierigkeiten. Die Menschen sind drauf und dran, die Erde zu vernichten. Krieg und Gemetzel überall, Umweltverschmutzung, Klimakollaps. Sein Arbeitsplatz auf Eden ist akut gefährdet. Er fleht Gott an, endlich einzugreifen. Aber der hat keine Lust mehr. Soll doch sein Widersacher die Dinge selbst in die Hand nehmen. Verwirrt, aber auch geschmeichelt, beginnt der Teufel, die Erde zu retten. Auf seine Weise.

Der Teufel bedient sich des erfolglosen Erfinders und Wissenschaftlers Dr. Hinnerk Fesst. Mit nunmehr teuflischen Fähigkeiten ausgestattet schafft Fesst Außerordentliches. Er löst das Hungerproblem in der Dritten Welt durch die Verwandlung von Elektroschrott in zarte Steaks, entwickelt das Perpetuum Mobile zur CO2-Reduktion und erschafft einen neuen Erdtrabanten mit Namen „Eden“. Aber das Ziel Menschheitsrettung erweist sich als schwierig. Die Aufgabe droht dem Teufel zu entgleiten.

Angelpunkt und Assoziationsfläche dieses Theaterstücks ist das immer wieder umrätselte Triptychon „Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch (um 1450 bis 1516). Von Marc Schnittger und seinem Team wurden bereits zwei der drei Gemälde mit Großpuppen interpretiert. „Der Garten der Lüste“ (2009) und „Die musikalische Hölle“ (2012). Mit „Planet Eden“ folgt nun der letzte Teil in zwei Inszenierungsversionen: „Mini“ mit Handpuppen, „Maxi“ mit Großfiguren. Vor dem Hintergrund des Bosch-Gemäldes und in Anlehnung an Johann Wolfgang von Goethe erzählt Marc Schnittger in ironischer Brechung eine Geschichte vom „Neuen Eden“.

Beteiligte Städte

  • Dülmen

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