Kultursekretariat NRW Gütersloh

NeoBarock

Bachs Musikalisches Opfer im Spiegel der Moderne

Bei NeoBarock ist der Ensemblename Programm: Alte und Neue Musik – interpretiert auf dem der jeweiligen Musikepoche entsprechenden Instrumentarium – verschmelzen in beziehungsreich gestalteten Konzertprogrammen und offenbaren dadurch ihre zeitlose Relevanz.

In „Bach - Spiegelungen“ macht NeoBarock die bis heute ungebrochene Faszination von Johann Sebastian Bachs Musikalischem Opfer erlebbar. Der Legende nach erdachte Friedrich der Große die Notenfolge, auf der alle Sätze des Musikalischen Opfers beruhen. Auf diesem „Thema Regium“ basiert auch das Königliche Thema des koreanisch-deutschen Komponisten Isang Yun. Bach verarbeitet das musikalische Material in Kanons, Fugen und Sonaten – Yun figuriert es durch zwölftönige Klangfelder und unternimmt mit ihm „einen Spaziergang in die asiatische Tradition“. Inspiriert von der kontrapunktischen Kunst Bachs, komponierte der tschechische Komponist Viktor Kalabis die Kanonischen Inventionen für seine Frau, die Cembalistin Zuzana Růžičková. Sie war die erste Cembalistin, die Bachs gesamte Cembalomusik einspielte. Dass sie vier Konzentrationslager überlebte, verdankte sie nach eigenen Worten Johann Sebastian Bach: „Bachs Musik hat mich gerettet … Bach hat mir gezeigt, dass es etwas gibt, das uns transzendiert.“

Im Mittelpunkt des Programms steht
Johann Sebastian Bach (1685–1750) Musikalisches Opfer, BWV 1079,
abwechslungsreich verwoben mit
Isang Yun (1917–1995) Königliches Thema für Violine solo, 1976,
und Viktor Kalabis (1923–2006) Kanonische Inventionen für Cembalo, Op. 20

Foto: Patrick Essex

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