Kultursekretariat NRW Gütersloh

Juri Vallentin und Trio d'Iroise

„Ebenbild“ erzählt von einer Melodie, die Menschen seit 500 Jahren tief berührt und dabei immer wieder neu gedacht und zeitgemäßen Fassungen erscheint, von Hassler über Bach, der sie mit „O Haupt voll Blut und Wunden“ unsterblich machte, bis zu Peter, Paul & Mary. Ausgehend vom Text der Urfassung, einem Madrigal von Hans Leo Hassler „Mein Gmüth ist mir verwirret“, entschlüsseln Oboist Juri Vallentin und das Trio d'Iroise die Strophen des Gedichtes anhand der unterschiedlichen Fassungen der Melodie und fünf Hauptwerken aus fünf Jahrhunderten. Durch diese besondere Dramaturgie werden Musik und Text zu einer durchlaufenden Erzählung.

Juri Vallentin
Ausgezeichnet bei renommiertesten internationalen Wettbewerben wie dem Internationalen Tchaikowsky-Wettbewerb St. Petersburg, dem Deutschen Musikwettbewerb oder International Oboe Competition of Japan in Tokyo studierte Oboist Juri Vallentin in Nürnberg und am renommierten Conservatoire de Paris, wo er mit höchster Auszeichnung abschloss. Als Solist und Kammermusiker trat er mit Orchestern und auf großen Festivals im In- und Ausland wie dem Mariinsky-Orchester St. Petersburg, Beethoven-Orchester Bonn, Münchner Kammerorchester oder bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen auf. Zahlreiche Rundfunkproduktionen und sein Debütalbum „Bridges“ dokumentieren seine künstlerische Arbeit.

Juri Vallentin zeichnet sich durch eine permanente Suche nach neuen Ausdrucksformen und Erzählweisen für sein Instrument aus. Inspiration schöpft er aus der konsequenten Zusammenarbeit mit anderen Sparten wie Komposition, Schauspiel, Regie oder Film. Ziel ist die immer neue Entwicklung eines zeitgemäßen Kontext für klassische Musik.

Trio d'Iroise
2017 gründeteten Sophie Pantzier, Violine, Francois Lefèvre, Viola und Johann Caspar Wedell, Violoncello, auf dem Kammermusikfestival Rencentres musicals d'Iroise in der Bretagne das Trio d'Iroise. Von Anfang an lag den drei Musikern die Erweiterung des bekannten Streichtriorepertoires am Herzen. So betten sie in ihre Konzertprogramme regelmäßig verschollen geglaubte, unbekannte oder eigens angefertigte Stücke ein und stehen dafür in regelmäßigem Kontakt mit den Hinterbliebenen unbekannter Komponisten. Außerdem entstanden durch die Zusammenarbeit mit dem Trio Syriab Arrangements traditioneller syrischer Musik
für Oud, Kanun, Rhythmusinstrumente und Streichtrio. Anfang 2018 gewannen sie ein Stipendium und einen Sonderpreis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn und sind seit dem fester Bestandteil der deutschen und internationalen Konzert- und Festivalszene. 2021 schlossen sie zusätzlich ihr Kammermusikstudium bei Prof. Oliver Wille in Hannover ab. Sophie Pantzier und François Lefèvre sind Mitglieder der NDR Radiophilharmonie, Caspar Wedell ist Solocellist des ensemble reflektor.

Foto: Niklas Wittig

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