Kultursekretariat NRW Gütersloh

„Wer den Wind erweckt hat“ Helios Theater

Ein Musiktheaterstück für alle ab 4 Jahren, nach einer lettischen Mythe.

Die Menschen schlafen in der Nacht, die Eulen bei Tage. Nur der Wind hat keine Zeit dazu. Ist er nicht hier, ist er dort und immer muss er blasen, pfeifen, heulen, wimmern, im Schornstein jammern und an Apfelbäumen rütteln. Kein Wunder, dass er nachher ganz erschöpft ist. Er muss sich aber immer gleich wieder erheben, Staub aufwirbeln, aufs Dach springen, Schindeln hinabwerfen, Getreide zu Boden drücken und den Wald durchkämmen. Einmal jedoch verschwand der Wind ganz aus der Welt. Er war weder hier noch dort, kurz, er war überhaupt nirgends anzutreffen. An den Ästen rührte sich kein Blatt, das Wasser im Fluss war nicht von Wellen gekräuselt. Überall herrschte eine große Stille, dass die Tiere durch ihre eigenen Schritte erschreckt wurden und die Blumen zu welken begannen.

Kein kühles Lüftchen wehte mehr und alles und alle mussten in der heißen Sonne darben. Die Tiere konferierten und beschlossen sich auf die Suche nach dem Wind zu machen. Sie durchsuchten jeden Winkel der Welt aber sie konnten den Wind nicht finden. Bis sich die Spinne auf den Weg machte, der es gelang, den Wind in seinem Versteck aufzuspüren und zu wecken. Doch der verdiente Entdeckerruhm wurde der Spinne von der hinterlistigen Fliege abgejagt, die sich von den anderen Tieren dafür feiern ließ den Wind geweckt zu haben. Die Spinne forderte Gerechtigkeit von der Tierversammlung und bis heute darf sie ihr Netz spannen, um darin Fliegen zu fangen…

Foto: Anna-Sophia Zimniak, Helios Theater

Beteiligte Städte

  • Paderborn
  • Velbert

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