Kultursekretariat NRW Gütersloh

„Rohöl / La fin demain“ Zirkus Morsa

Rohöl
Der Stoff Rohöl ist nichts anderes als ein Produkt urzeitliche Wälder. Vom Menschen in sein Gegenteil verkehrt gilt Rohöl als Symbol für Treibstoffe und synthetische Chemie. Das Wort Rohöl steht für die  Vereinigung von Gegensätzen, die wir persönlich täglich aufs Neue zu bewältigen versuchen: Das Aufeinandertreffen der Kontraste von Natur und modernem Menschsein, Ursprung und verloren sein, Zerstörung und Aufbau, Faszination und Befremdung.

Im Stück Rohöl suchen zwei Schiffbrüchige einen Neuanfang. Kann alles besser oder richtiger werden, wenn sie noch einmal von vorne anfangen? Doch die beiden wissen einfach nicht wie. Balancierend und bauend nehmen sie den Zuschauer mit in eine intime und fragile Welt voller Fragen: Wie kann Verantwortung für Umwelt und Zusammenleben mit dem individuellen Bedürfnis von Freiheit vereint werden? Wie ist ein Gleichgewicht möglich?

 

La fin demain
Wie überlebt man in einer Welt, die scheinbar jeden Moment umkippt? Ausgestattet mit einem Brett und einer Rolle nehmen die beiden Artisten das Publikum mit auf eine schwankende Reise. Zwei am Ufer ihrer Vorstellungskraft Gestrandete lernen sich kennen und einander vertrauen. Gemeinsam finden und verlieren sie das Gleichgewicht im Spiel mit vermeintlich wertlosen Fundobjekten: Ein Brett, eine Rolle, eine Schnur, Treibholz. „La fin demain" ist ein Aufruf zu Kreativität, Zusammenarbeit und Natürlichkeit.

Zirkus Morsa wurde 2013 mit Beginn der professionellen Ausbildung am Centre Régional des Arts du Cirque de Chambéry gegründet. Ziel der Compagnie ist es, unsere Lebensweise auf dieser unverhältnismäßig deformierten Welt zu hinterfragen. Zirkus Morsa möchte die an die Grenzen der eigenen Möglichkeiten gehen und dort weiter forschen.

Foto: Jean Claude Chaudy

Beteiligte Städte

  • Schwerte
  • Unna

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